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Fehler beim Immobilienverkauf vermeiden


Auch in Zeiten von Wohnungsknappheit kann der Verkauf einer Immobilie ein überraschend zeitaufwendiges und herausforderndes Unterfangen sein. Handelt es sich beim zu verkaufenden Objekt zudem um Ihren aktuellen Wohnsitz kommt ein nicht zu verharmlosender emotionaler Faktor hinzu. Unter diesen Voraussetzungen ist es entscheidend einen kühlen Kopf zu bewahren, um den bestmöglichen Verkaufspreis zu erzielen.

Wir erklären Ihnen worauf es beim Immobilienverkauf ankommt und welche häufigen Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten.


Emotional werden


Es ist leicht beim Verkauf einer Immobilie emotional zu werden. Gerade, wenn Sie selbst mehrere Jahre in dieser gelebt haben, hängen Erinnerungen nahezu in jeder Ecke und jedem Möbelstück. Jeder Kratzer im Packet erzählt eine Geschichte und jede Wand erinnert Sie daran wie schwierig es damals war sich für die passende Tapetenfarbe zu entscheiden. Entsprechend haben die meisten Menschen große Schwierigkeiten ihre Emotionen im Zaum zu halten, sobald die Zeit für den Verkauf gekommen ist.

Doch genau das ist häufig der Fehler. Natürlich ist es erlaubt schöne Erinnerungen an eine Wohnung oder ein Haus zu hegen, für die Zeit der Verkaufsverhandlungen sollten Sie allerdings versuchen diese zu vernachlässigen. Sobald Sie sich entscheiden, Ihr Haus zu verkaufen, sollten Sie sich nicht mehr als Hausbesitzer, sondern als Geschäftsmann und Verkäufer betrachten. Am besten, Sie vergessen so gut es geht, dass Sie je hier gewohnt haben und selbst der Hauseigentümer der Immobilie sind. Wenn Sie die Transaktion aus einer rein finanziellen Perspektive betrachten, distanzieren Sie sich von den emotionalen Aspekten des Verkaufs der Immobilie. Wer sich zu sehr von seinen Gefühlen leiten lässt kommt möglicherweise in Versuchung die geliebte Wohnung an den sympathischsten Bewerber und nicht an den Höchstbietenden zu verkaufen. Erst wenn sie sich vollständig auf den Verkauf des Objekts einlassen werden sie in der Lage sein den für sie bestmöglichen Preis zu erzielen.

Ein professioneller und erfahrener Immobilienmakler hilft Ihnen zuerst bei der genauen Wertermittlung Ihrer Immobilie und übernimmt im Normalfall auch die Preisverhandlung für Sie. So sparen Sie sich nicht nur Zeit und Stress sondern haben schlussendlich auch wesentlich größere Chancen den aufgerufenen und von Ihnen gewünschten Kaufpreis zu erzielen.

Ohne Vorerfahrung auf einen Makler verzichten


Obwohl Immobilienmakler eine Provision verlangen – normalerweise bis zu 3 – 5 % des Verkaufspreises- ist es häufig keine gute Idee zu versuchen auf eigene Faust zu verkaufen. Das gilt besonders dann, wenn sie noch keiner Erfahrungen im Immobiliengeschäft haben.

Doch welche Vorteile bringt Ihnen die Zusammenarbeit mit einem Makler?

Ein guter Makler hat im Allgemeinen das Beste für SIE im Sinn. Er wird Ihnen helfen, einen fairen und wettbewerbsfähigen Verkaufspreis für Ihre Immobilie festzulegen. Dadurch stellen Sie zum einen sicher, nicht unter Marktwert zu verkaufen und viel Geld zu verlieren. Gleichzeitig hilft Ihnen ihr Makler aber auch dabei den Verkaufspreis nicht deutlich zu hoch anzusetzen und so potenzielle Käufer abzuschrecken.

Entscheiden für den letztlich erzielten Verkaufspreis ist auch das Verhandlungsgeschick ihres Maklers. Durch seine Erfahrung mit dem Kauf- und Verkauf von Immobilien ist er in der Lage den bestmöglichen Preis zu ermitteln. Letztlich ist der Makler auch mit dem nötigen Papierkram und üblichen Vertragsdetails vertraut. Indem er sie auf möglich rechtliche Fallstricken hinweist kann er Ihnen hohe Zusatzkosten ersparen.

Festlegung eines unrealistischen Preises


Die Festlegung des angebotenen Verkaufspreises ist für den Erfolg Ihrer Verkaufsstrategie von entscheidender Bedeutung. Erinnern Sie sich an die vergleichbare Marktanalyse, die Sie oder Ihr Makler beim Kauf Ihres Hauses durchgeführt haben, um einen fairen Angebotspreis zu ermitteln? Die Käufer werden dies auch für Ihr Haus tun, also sollten Sie als Verkäufer ihnen einen Schritt voraus sein.

Ein häufiger Fehler ist den Marktwert der eigenen Immobilie zu überschätzen. Sie sollten aber darauf achten, einen realistischen Preis auf der Grundlage vergleichbarer Häuser in der Gegend festzulegen um zu verhindern potenzielle Käufer nicht abzuschrecken. Je mehr Interessenten sich um ihre Immobilie bemühen, desto höher wird der final erzielte Kaufpreis ausfallen. Es bringt daher wenig den Angebotswert zunächst deutlich zu hoch anzusetzen. Machen Sie sich also keine allzu großen Sorgen über die Festsetzung eines „zu niedrigen“ Preises, da dieser theoretisch zu Mehrfachangeboten führt und den Preis bis zum wahren Marktwert des Hauses in die Höhe treibt. Tatsächlich kann ein niedrig angesetzter Preis eine erfolgreiche Strategie sein um zusätzliches Interesse an Ihrem Angebot zu wecken.

Erwartung des Angebotspreises


Jeder kluge Käufer wird verhandeln, und wenn Sie den Verkauf abschließen wollen, müssen Sie vielleicht mitspielen. Die meisten Immobilienverkäufer wollen ihre Häuser zu einem Preis anbieten, der Käufer anzieht und gleichzeitig noch etwas Spielraum für Verhandlungen lässt - das Gegenteil der oben beschriebenen Unterpreisstrategie. Dies kann funktionieren, so dass der Käufer das Gefühl hat, einen guten Wert zu erhalten, während Sie gleichzeitig den Geldbetrag erhalten, den Sie aus dem Verkauf benötigen. Je besser Sie sich auf dem Immobilienmarkt Ihrer Stadt auskennen, desto einfacher wird es Ihnen fallen in den Verhandlungsgesprächen zu bestehen.

Verkauf während der Wintermonate


Ob Sie es glauben oder nicht, es gibt wirklich richtige und falsche Zeitpunkte um Ihr Haus oder Ihre Wohnung zu verkaufen. Der Winter, insbesondere die Wochen um die Weihnachtsfeiertage und Neujahr, bieten in der Regel schlechte Voraussetzungen für den Verkauf von Immobilien. In dieser Zeit sind die Menschen im Weihnachtsstress, bei Verwandtenbesuchen eingespannt oder mit sozialen Engagements beschäftigt. Hinzu kommt das kalte Wetter dass es unattraktiver macht die Wärme der eigenen vier Wände zu verlassen um Immobilen zu besichtigen. Da wahrscheinlich weniger Käufer auf der Suche sind, kann es länger dauern, Ihr Haus zu verkaufen.

Je weniger potenzielle Käufer sich also für ihr Objekt interessieren, desto geringer wird der von Ihnen erzielbare Verkaufspreis ausfallen. Vielleicht ist es daher besser auf schöneres Wetter und wärmere Temperaturen zu warten. Die Leute sind dann in der Regel eher bereit und gewillt, ein Haus zu kaufen, wenn es wärmer ist und sie generell besser gelaunt sind.

Sie sehen, das Thema Immobilienverkauf birgt jede Menge Fallstricke die zu beachten sind. Das kann Sie, als Verkäufer, abschrecken und zu schlechten Entscheidungen verleiten. Es ist daher gerade für Einsteiger sinnvoll sich den sachverständigen Rat eines[P1] Maklers heranzuziehen. Letztendlich steht beim Immobilienverkauf eine Menge auf dem Spiel. Meist ist es daher nicht nur emotional, sondern auch finanziell sinnvoll Unterstützung hinzuzuziehen.

[P1]

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